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Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland besucht Heiliges Land


(epd) - Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird in der Woche nach Ostern nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen. Auf dem Programm stehen Gespräche mit religiösen und politischen Vertretern sowie Besuche bei evangelischen Einrichtungen. Einen Monat vor dem Leitungsgremium der deutschen Protestanten hatte die katholische Deutsche Bischofskonferenz das Heilige Land besucht. Die Reise des Rates der EKD unter Leitung seines Vorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, dauert vom 10. bis 15. April.

In Jerusalem sind unter anderem Treffen mit der Knesset-Präsidentin Dalia Itzik, die derzeit auch als israelische Staatspräsidentin amtiert, sowie im israelischen Außenministerium vorgesehen. Die Delegation wird auch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem sowie die Klagemauer in Jerusalem besuchen.

Für den Programmteil in den palästinensischen Autonomiegebieten sind Begegnungen mit hochrangigen Repräsentanten der palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah geplant. In Bethlehem wird die Geburtskirche besucht, in Beit Dschala eine christliche Schule sowie das Begegnungszentrum «Abrahams Herberge».

Auf dem Reiseprogramm des Rates der EKD stehen außerdem mehrere ökumenische und interreligiöse Treffen sowie christlich-jüdische Begegnungen. Gespräche sind unter anderem geplant mit dem Oberrabbiner Jona Metzger, mit Vertretern der katholischen und orthodoxen sowie der anglikanischen und lutherischen Kirche.

Mit den Anglikanern verbindet die deutschen Protestanten eine lange Tradition missionarischer Arbeit im Heiligen Land, die in ihren Anfängen von den preußischen Königen und deutschen Kaisern stark gefördert worden ist. Die Kaiserin-Auguste-Victoria-Stiftung und andere EKD-Einrichtungen in Jerusalem unterstützen Pilger, leisten Bildungsarbeit und unterhalten Sozialeinrichtungen wie das Auguste-Victoria-Hospital. Der Rat der EKD wird sich über diese Arbeit informieren und über Zukunftsperspektiven beraten.

Die evangelische Delegation wird außerdem mit Vertretern kirchlicher Friedens- und Entwicklungsprojekte sprechen, die unter anderem vom Evangelischen Entwicklungsdienst, von «Brot für die Welt» und von der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste unterstützt werden. Die Reise wird am Sonntag, 15. April, mit einem Gottesdienst in der Himmelfahrtskirche in Jerusalem enden, bei der ein Vertrag zur Kirchengemeinschaft der EKD mit der Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land unterzeichnet wird.




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Kommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel*
2 Kommentar(e)  
michael dierks 06.04.07 um 21:12 Uhr
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eine Bemerkung zu Hans- Dieter,meinem Vor-schreiber:
für Deutsche und dann noch aus Lutherischer Kirchenleitung kann diese offizielle Reise keine entspannte Reise sein. Da hängt immer unsere Geschichte dran und die war lange, eher judenfeindlich, heute oft israelfeindlich.
Ich verstehe nicht Ihren süffisanten Unterton!

Ich hoffe und bete, dass meine Kirche tröstend Gottes auserwähltem Volk in dieser schweren Stunde begegnet. Denn es gab in unserer jüngeren Geschichte nun mal ein großes Versagen, als Deutsche, wie als Luther. Kirche und Israel braucht heute besonders verlässliche Freunde an seiner Seite, wo der Regierungschef des Irans mit atomarer Vernichtung droht(Israel sei ein, ein-Bomben-Land) und dabei ist, Hisbollah-Milizen umfassend im Norden (Libanon) u n t e r der Aufsicht von UNO- Soldaten, aufzurüsten.

Das die kath. Bischöfe mit nicht nachvollziehbaren Vergleichen Israel verunglimpfte, macht deutlich, dass der anti-semitische (-zionistische) Geist ,sich noch als mächtig wirkkräfig erweist und Früchte von Buße in unserem Land bislang noch auf sich warten lassen. Das Geschehen vom Karfreitag ruft zum Gebet, auch für unsere Kirchen und deren Leitungen.

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Hans-Dieter Matthies 31.03.07 um 13:36 Uhr
1 Bewertung 
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Na, liebe evangelische Glaubensbrüder, dann gebt nur Acht, daß Ihr wegen "unbedachter Äußerungen" nicht auch als "Antisemiten" heimkehrt, so, wie kürzlich Eure "katholischen Glaubensbrüder im Herrn".

"Man" wird sicherlich jeden Schritt, jede verbale Äußerung von Euch mit suchendem Blick und Hör-Rohr verfolgen und beobachten.

Eine schöne Reise wünsche ich - aber eine entspannte Reise wird´s wohl sicher nicht. Schade !



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