Der grüne Frosch hält einen Bierhumpen in der einen Hand, und und streckt die Zunge heraus. An seinem Bein hängt ein Spiegelei. Das Werk soll eine heuchlerische Gesellschaft symbolisieren, die aus der Sicht des Künstlers im Innersten korrupt ist, nach außen hin aber eine untadelige Erscheinung bewahrt. Seit Eröffnung des Museums am 24. Mai sorgt das Werk aus Schweizer Privatbesitz in der Ausstellung «Peripherer Blick und kollektiver Körper» für heftigen Streit. Bevor der Papst seinen Sommerurlaub in Brixen antrat, verlegte die Leitung des neuen Museums für zeitgenössische Kunst in Südtirols Landeshauptstadt Bozen das umstrittene Werk in einen Raum im dritten Stock und verdeckte es teilweise mit Zeitungsartikeln über die Debatte. Das Kuratorium des Museums wollte den Angaben zufolge voraussichtlich am Donnerstag gegen den ausdrücklichen Willen der Museumsleitung die Entfernung des Kunstwerks beschließen. Ursprünglich hätte es bis zum Ende der Ausstellung am 21. September in Bozen bleiben sollen. (10756/28.8.2008)
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